25. Mai, 2020

DER TRAUM

Ich traüme ich liege im Krankenhaus in O. Eine Schwester gibt mir wieder eine Spritze. Das ist gut. Wenn ich einige Zeit warte werden die Schmerzen etwas ertärglicher werden. Meine Füße, meine Hände, meine Hüften, meine Schultern, alles pocht vor Schmerzen. Ich wusste nicht, das ich so etwas etragen kann. Gleich wird es besser werden und ich kann schlafen. Der Arzt murmelt mit der Schwester, sie sagen dass es immer noch nicht besser ist mit mir. Sie werden die Schmerztabletten erhöhen. Das Penezelin auch. Ich bin zufrieden, dann kann ich endllich schlafen.      Der Arzt spricht leise mit meinen Vater. Er meint es ist ungewönhnlich, einen solchen Fall von schweren Rheuma hatte er noch nicht erlebt. Meine Blutwerte wären die reinste Katostrophe und das wo ich doch noch so jung sei, nicht einmal 18 Jahre alt. Er fragt was vorgefallen sei, was die Krankheit ausgelöst hätte, es müsse etwas passiert sein. Mein Vater meint ich hätte Heimweh und das meine Oma krank sei. - Das stimmt, ich will Heim Ich will zu meiner Oma. Mir gefällt es hier nicht. -

Jetzt weint meine Mutti, der nette Arzt tröstet sie, es gäbe doch heute schon so gute Rollstühle. Nun weint meine Mutti noch mehr. - Ich will nichts mehr hören. Ich will nur noch schlafen und nach Hause, so schlecht war es in der DDR nicht. Meine Eltern habe mich geflüchtet.

Mein Vater beugt sich über mein Bett, streichelt mein Haar und beugt sich über mich:" Reni hör zu, so geht das nicht weiter mit dir, du liegst jetzt hier seid drei Wochen und schläfst. Das geht nicht, du kannst nicht krank sein und es dir bequem machen. Denkst du nicht an die Kleine? Deine Kleine weint. Sie schlafwandelt, jede Nacht geht sie in dein Zimmer runter und sucht dich und jede Nacht trage ich die kleine Maus die Treppe hoch, lege sie in ihr Bett und tröste sie. Ich verspreche ihr jede Nacht, das du wieder gesund nach Hause kommst. Reni, ich weiß dass du mich hörst. Also wir haben jetzt ein neues zu Hause, deine Kleine braucht dich, sie hat große Angst dass du nicht meht kommst. Schlaf dich noch einen Tag aus und dann wirst du gesund. Ich könnte es nicht ertragen zwei kranke Mädchen zu haben. Ich verlasse mich auf dich" Mein Vater streicht mir nochmals über meien Haare richtet sich auf  und berichtet dem Doktor, dass er mich bald entlassen kann.

Einige Tage später: Meine Blutwerte haben sich wesentlich verbessert. Ich darf nach Hause. Dort angekommen steht meine Kleine in ihrem hübschen Kleidchen und dem Rüschenhöschen. Sie hat abgenommen, ihre schönen Wangenknochen stehen in ihrem zarten Gesicht hervor. Mit ihren langen Beinen läuft sie auf mich zu und fällt mir um den Hals. -  "Du hast mir versprochen, dass du mich nie alleine lässt und dann warst du so lange weg. Aber kochst du mir jetzt einen Grießbrei" ?

Als ich wach werde, bin ich von meinem Traum noch ganz benommen. Ehe er wider in die Tiefe versinkt musste ich ihn geschwind aufschreiben. Heute weiß ich, dass ich nichts versprechen darf, was ich nicht einhalten kann. Vor allem kleinen Kindern nicht, denn für die bricht dann eine Welt zusammen.

Das Rheuma hat mich noch einige Jahre begleitet, erträglich. Heute ist es dank meiner ayurvedischen Öle fast gänzlich verschwunden.